• Literatur & Lesungen
    "Meine Lesungen gestalte ich nach dramaturgischen Gesichtspunken,
    schliesslich komme ich vom Theater."

Rettet das Wort!

Die Pflege der deutschen Sprache, das Erhalten unseres reichen Wortschatzes liegt mir besonders am Herzen. Meine Kindheitserinnerungen an den zweiten Weltkrieg tragen den ironischen Titel ”Wir armen Teufel”, der zum grausigen Geschehen passt. Eine Gänsehaut verspricht die Autorin auch all denen, die ”Der Taktstock war vergiftet” erleben, dreiundzwanzig unheimliche Erzählungen, von denen die Autorin an einem Abend jeweils sechs vorträgt.

Literarische Texte

Wir armen Teufel

18. Mai 2012

Die eindrucksvoll-dramatischen Kindheitserinnerungen der Autorin liegen jetzt gedruckt vor: Sie berichten über das Leben in Deutschland während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit. Über Bombennächte in Berlin, über das angstvolle „Die Russen kommen!“, über Vertreibung mit vorgehaltener Maschinenpistole. Zu Fuss durchs Land mit der Oma auf dem Handkarren. Hungern und Hamstern und Durchhalten nach 1945 in Schleswig-Holstein.

Streune auch Du!

22. Juni 2013

Frech, komisch und lebhaft kommt es daher, das neue Buch von Gisela Moes. Man kann die Lieder singen oder auch nur lesen, sie sind Nummer für Nummer unterhaltsam und passen in jedes Menschenleben. Gisela Moes nennt sie ihre „musikalischen Kinder“, es sind 67, sie entstanden in Jahren. „Gesammelt, redigiert, gedruckt - liegt plötzlich eine Art Lebenswerk in meiner Hand,“ sagt die Autorin nachdenklich.

Der Taktstock war vergiftet

7. Februar 2010

Mein Interesse gilt dem Verborgenen, dem Geheimnisvollen, den Abgründen im Menschen. Wenn Mario, der Riese, für kleine zarte Frauen schwärmt, wenn Theo glaubt, ein bestimmtes Haus mit einem bestimmten Schreibtisch vor dem Fenster macht ihn zum Schriftsteller, wenn einer nackt seinen Rasen mäht und die Badehose verschmäht, oder wenn Totenschädel zum Leben erwachen und auf die Reise gehen - immer steckt etwas dahinter und immer gibt es etwas zum Weiterdenken.

Stimmungsbilder von Lesungen

Vogelfrei

Frei wie ein Vogel möchte ich sein./ Auf starken Schwingen segeln im Wind./ Mit scharfem Aug die Beute erspäh'n./ Und mit weichen Federn wärmen das Ei./ Dann wäre ich endlich vogelfrei./ Tanderadei./ Wie eine Kugel möchte ich sein/ Ohne Ecken und Kanten rollen dahin/ Bergauf und bergab, wie der Weg es mir weist,/ Der zum Ziele mich führt./ In den lodernden Rachen aus Glut und Gestein/ Spring ich hinein. Ich schmelze . Roll roll./